In Freiburg soll ein Spiegel das Radfahren sicherer machen
In einer Newsgroup las ich über einen Artikel der Badischen Zeitung. Dieser berichtet über die Senkung von Unfallzahlen an Einmündungen durch die Aufstellung von Trixi-Spiegeln. Dank der Spiegel könnten Kraftfahrzeugführer auf der Fahrbahn Radfahrer besser wahrnehmen.
Dieser Spiegel schützt Radfahrer auf dem Radweg. Die Gefahr auf einem Radweg an einer Einmündung zu verunfallen ist sehr hoch. Deswegen wurde 1997 die generelle Radwegebenutzungspflicht abgeschafft. Wer auf der Fahrbahn radelt und nicht von seinem Recht Gebrauch macht, rechts an den Kraftfahrzeugen vorbeizufahren, fährt aber deutlich sicherer. Die Zahl der Unfälle ist in Freiburg nur zurückgegangen, nicht auf Null gesunken.
Auch in Berlin sind abbiegende LKW eine Hauptursache für den Unfalltod von Radfahrern. Das Problem des toten Winkels ist seit Jahren bekannt. Eine mögliche Lösung wäre ein zusätzlicher Außenspiegel für LKWs. Dieses wird aber aus Kostengründen abgelehnt. Berlin hat aber weitestgehend die Radwegebenutzungspflichen entfernt und läßt Radfahrern somit die Wahl, ob sie sicher auf der Fahrbahn oder eher mit den bekannten Risiken auf dem Radweg fahren wollen.
Wenn die Kommunen endlich das bundesdeutsche Recht umsetzten und die “Blauschilder”, die an Radwegen eine Benutzungspflicht anordnen, gäbe es weniger Unfallopfer, weil Fahrradfahrer vermehrt auf der Fahrbahn im Sichtfeld der anderen Verkehrsteilnehmer fahren und damit auch ins Bewußtsein rücken. Solange Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden aber entgegen bundesdeutschem Recht weiterhin Radfahrer auf gefährliche Radwege zwingen, sollten sie auch in Anlehnung an einen straffreien Ausspruch von Linksextremisten über die Bundeswehr “potentielle Totschläger” genannt werden dürfen. Ein Trixi-Spiegel senkt nur die Zahl ihrer Opfer.